OFFENE ANTWORT AUF EINEN OFFENEN BRIEF VON  SIEGFRIED BERGMANN VOM 4.2.2009


1)    Mein „Offener Brief“ vom 13. März 2009
2)    Kommentare von Lesern beider offener Briefe
3)    Offene Stellungnahme eines Fachmanns vom 26.8.2009
4)    Irrtümer eines Düsseldorfer Autors? S.Bergmann am 08.03.2009
5)    Kritische Stellungnahme zum Deckert Buch, S.Bergmann am 01.08.2009
      
Der OFFENE BRIEF von S.Bergmann vom 04.02.2009, der von Februar bis
August 2009 auf der Internetseite der Fa. La Pendule GmbH eingestellt war,
wird Ihnen bei Interesse gern per e-Mail zugeschickt. 
Anfrage per e-Mail an:    deckert@comtoise.de     genügt.






1) OFFENE ANTWORT AUF EINEN OFFENEN BRIEF VOM 04.02.2009
         

                                                                             Bernd Deckert
                                                                             Suitbertusstr. 151
                                                                             40223 Düsseldorf           



Herr                                                                Düsseldorf, Freitag 13.März  2009
Siegfried Bergmann
Weiherstr. 14
91334 Hemhofen                                            







Sehr geehrter Herr Bergmann,


Ihr Schreiben vom 4. Februar 2009, welches Sie als ‚OFFENEN BRIEF’ überschrieben haben, habe ich am 5. Februar 2009  erhalten und zur Kenntnis genommen.
Ebenfalls zur Kenntnis genommen habe ich, dass dieser ‚OFFENE BRIEF’ durch Herrn Eichler gleichzeitig zusammen mit EBAY Angeboten im Internet veröffentlicht wurde und zwar in Zusammenhang mit Ihrem und dem Schmitt Buch.
Nachdem diese Auktionen durch Ebay wegen Verstoßes gegen die EBAY Geschäftsbedingungen gelöscht worden waren, wurde Ihr ‚OFFENER BRIEF’ dann auf der Internetseite  www.la-pendule.de von Herrn Eichler eingestellt.

Sie haben für Ihr Schreiben die Form eines ‚Offenen Briefes’ gewählt,  weil Sie mit dieser Briefform etwas bezwecken möchten.

Im Zeitalter des Internet kann man sich schnell bei WIKIPEDIA informieren und findet folgende Erklärung:
„Ein offener Brief ist ein Schriftstück, das gleichzeitig zu der Briefzustellung an den Empfänger in der Presse oder in anderen Medien veröffentlicht wird. Durch die Form des offenen Briefs wird der Empfänger in der Regel zu einer öffentlichen Stellungnahme zum Gegenstand des Schreibens aufgefordert. Ein offener Brief steht häufig in Verbindung mit einer Petition oder einer Presse- mitteilung und kann als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Der offene Brief wird häufig verwendet, um Personen des öffentlichen Interesses oder Unternehmen mit kontroversen Aussagen, gebrochenen Versprechen oder Unwahrheiten zu konfrontieren oder um ein aus Sicht des Verfassers des Briefes notwendiges Handeln des Adressaten zu provozieren.“

Sie erwarten also von mir eine öffentliche Stellungnahme!

Ihren Brief kann man nun nicht mehr nur als einfachen ‚Offenen Brief’ bezeichnen, da Sie in Ihre Ausführungen einen entscheidenden Schritt weitergegangen sind,  indem Sie mich öffentlich beleidigen. Nun muss man Ihren ‚Offenen Brief’ als Pamphlet bezeichnen.
Auch hier kann man schnell im Internet bei WIKIPEDIA folgende Erklärung finden:
„Ein Pamphlet oder „Schmähschrift“ ist eine Schrift, in der sich jemand engagiert, oft polemisch, zu einem wissenschaftlichen, religiösen oder politischen Thema äußert. Die sachliche Argumentation tritt dabei in den Hintergrund. Die leidenschaftliche Parteinahme gegen eine Sache überwiegt bei der Argumentation. Die Herabsetzung einer anderen Person wird dabei billigend in Kauf genommen oder ist sogar das eigentliche Ziel des Pamphlets.“

Wenn Ihr Pamphlet also zum Ziel hatte, durch Herabsetzung meiner Person eine öffentliche Stellungnahme meinerseits zu provozieren, so möchte ich Ihrem Wunsch nachkommen.
Sie und alle Leser dürfen jedoch versichert sein, dass ich auf Ihr Pamphlet nicht mit einem neuen Pamphlet antworten werde.
Mit meiner öffentlichen Stellungnahme möchte ich die sachliche Argumentation wieder in den Vordergrund holen.
Da ich nicht glaube, dass Sie bzw. Herr Eichler meine öffentliche Stellungnahme auch den Lesern Ihres Pamphlets zur Kenntnis bringen werden, indem Herr Eichler diese auch öffentlich auf seine Internetseite einstellt, so dass jeder Leser sich nun selbst eine eigene Meinung bilden kann, habe ich mich entschlossen, meine ‚OFFENE ANTWORT’  auf meiner Internetseite www.comtoise.info einzustellen.

Zum Inhalt Ihres ‚OFFENEN BRIEFES’ erlauben Sie mir bitte einige Klarstellungen.

Sie bezichtigen mich der Verunglimpfung des Buches von Gustav Schmitt, indem Sie aus dem Vorwort meines Buches zitieren:
 „den interessierten Comtoise Sammlern wäre eine Geschichte der Comtoise Uhren, die sich in den vergangenen 30 Jahren aufgrund des Schmitt Buchs und mündlicher Überlieferung gebildet hat, erspart geblieben.“

Warum zitieren Sie nicht weiter?

Mit dem nächsten Satz aus meinem Vorwort hätten Sie den Lesern Ihres  ‚OFFENEN BRIEFES’  nicht mehr eine Verunglimpfung des Herrn Schmitt durch mich unterstellen können.
Der nächste Satz meines Vorwortes lautet nämlich:
„Trotzdem zolle ich Herrn Schmitt nachträglich großen Respekt für Arbeit und Ergebnisse seines Buches, wenn ich auch nicht mit allen Ergebnissen übereinstimme“
Der gesamte Abschnitt aus dem Vorwort, in welchem Gustav Schmitt erwähnt ist, lautet:
„Im Jahr 1975 besuchte mich Gustav Schmitt in Düsseldorf und machte bei dieser Gelegenheit viele Fotos von Comtoise Uhren, von denen dann einige in seinem im Jahr 1977 erschienenen Buch ‚Die Comtoiser Uhr’ abgebildet waren. Die meisten dieser Uhren befinden sich noch in meinem Besitz und
sind heute Bestandteile des im Jahr 2001 eröffneten Comtoise Uhren Museums in Düsseldorf.

Während meines Studiums hatte ich versucht, die Comtoise Uhr wissenschaftlich aufzuarbeiten und war sozusagen mittendrin, als im Jahr 1977 das Buch von Gustav Schmitt erschien. Zu diesem Zeitpunkt traf ich auch die Entscheidung, weiterhin mit Uhren zu arbeiten und nicht Gymnasiallehrer zu werden, so dass die Examensarbeit nicht weitergeführt wurde, ausserdem schien mir zum damaligen Zeitpunkt der Markt für ein zweites Buch über Comtoise Uhren zu klein.

Aus heutiger Sicht war dies ein Fehler, denn den interessierten Comtoise Uhren Sammlern wäre eine Geschichte der Comtoise Uhren, die sich in den vergangenen 30 Jahren aufgrund des Schmitt Buchs und  mündlicher Überlieferung gebildet hat, erspart geblieben.
Trotzdem zolle ich Herrn Schmitt nachträglich großen Respekt für Arbeit und
Ergebnisse seines Buches, wenn ich auch nicht mit allen Ergebnissen übereinstimme.“

Durch die unvollständige Wiedergabe meines Zitats verfälschen Sie den Sinn meiner Gesamtaussage über Gustav Schmitt.

In Ihrem Schreiben geben Sie die Gründe an, die Sie veranlasst haben, Ihr Buch über die Comtoise Uhren zu schreiben:
„Ich schrieb mein Buch „Comtoise Uhren“ nicht um Sie zu ärgern, sondern um Uhrenfreunden, die bisher noch keine Comtoise-Uhr oder vielleicht eine oder zwei dieser Uhren zu Hause haben, anhand von professionellen Fotos zu zeigen, wie schön diese Uhr ist. In einem lesefreundlichen Text, ohne ausschweifende langatmige Ausführungen, sollte die Freude am immer wieder Durchblättern erhalten bleiben und das Interesse an der Comtoise-Uhr letztlich weiter geweckt werden.“
Sehr geehrter Herr Bergmann, warum haben Sie dies nicht im Vorwort Ihres Buches im Herbst 2005 geschrieben?
Jeder Comtoise Uhren Liebhaber und Sammler wird sich an den Abbildungen schöner Uhren erfreuen, ist dankbar für Abbildungen von Uhren, die in der bisherigen Literatur noch nicht abgebildet sind. Bildbände sind durchaus wertvoll und bereichern Sammler und Liebhaber. Die professionellen Fotos Ihres Buches sind absolut einmalig.
Wenn ich einen Bildband über Comtoise Uhren geplant hätte, dann wäre mein erster Weg in das Comtoise Uhren Museum gewesen, sobald ich von dessen Existenz erfahren hätte. Die Informationen über dieses Museum sind öffentlich zugänglich sehr leicht über das Internet zu finden. Sie als Autor haben das Comtoise Uhren Museum in Düsseldorf jedoch nie besucht. Schade, denn dann hätten wir uns
sicherlich kennengelernt. Hat der Herausgeber Ihres Buches, Herr Eichler, Ihnen nie von diesem Museum erzählt? 

Als Autor ist man jedoch nicht nur für das verantwortlich, was man schwarz auf weiß niedergeschrieben hat, sondern auch für die Art und Weise der Vermarktung, insbesondere für den Anspruch, unter welchem Käufer zum Kauf animiert werden.
Sie werden sich doch sicher erinnern, mit welchem Anspruch Ihr Buch durch Herrn Eichler vermarktet wurde. Die Krönung der Ansprüche war, dass nicht nur von einem Standardwerk, sondern sogar von einer Bibel gesprochen wurde.
Sie können doch jetzt nicht abtauchen nach dem Motto, nur einen Bildband veröffentlicht haben zu wollen, der sich an Benutzer richten sollte, die ein oder zwei Uhren zu Hause haben.
Ihre abgebildeten und beschriebenen Uhren und Ihre Texte haben massive Auswirkungen auf die damit verbundene Nutzung durch dritte Personen.
Es darf nicht sein, dass in der Literatur, die vielleicht einmal von unbedachten
Laien oder gewissenlosen Betrügern als Referenz für die Echtheit einer Comtoise Uhr herangezogen und evtl. öffentlich zitiert werden könnte, Mariagen, Reprouhren. Fälschungen und sogar Verfälschungen als original antike Comtoise Uhren abgebildet und beschrieben werden.
Ihre Fehldatierungen und Fehlinterpretationen sind dagegen Kleinigkeiten.

Als Sachverständiger für antike Uhren ( Mitglied im Bundesverband Freier Sachverständiger ) bin ich in erster Linie der Wahrheit verpflichtet, und ich möchte Ihnen mit Voltaire antworten, welcher gesagt hat:  „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."

Wenn ich in meinen Büchern Ihre Fehlinterpretationen, Falschdatierungen,
Abbildungen von Mariagen, Reprouhren, Fälschungen und Verfälschungen nicht beim Namen genannt hätte, würde ich mich selbst als Sachverständiger in Frage stellen.
Als Sachverständiger/Gutachter kann ich nicht darauf warten, dass mir evtl. in einer Gerichtsverhandlung die gegnerische Seite als Referenz für die Echtheit einer Comtoise Uhr z.B. die Uhr Abb.36 auf Seite 60,  die Uhr Abb.359 auf Seite 36, die Uhr Abb.385 auf Seite  415, und insbesondere natürlich die Uhr Abb.386 Seite 418  ( ich könnte noch zahlreiche weitere Beispiele anführen ) vorgehalten werden.
Durch diese Fehler können für Käufer von Comtoise Uhren durchaus beträchtliche wirtschaftliche Nachteile entstehen, da diese Uhren als Referenz für die Echtheit „ist doch in der Literatur abgebildet und beschrieben“ herangezogen werden können.

Der Anspruch, den ich an meine Bücher stelle, ist wissenschaftlicher Art.
In wissenschaftlichen Arbeiten ist es üblich, dass aus anderen Werken zitiert wird, einerseits, um eigene Darstellungen zu belegen, andererseits aber auch, um die Darstellungen anderer Autoren zu widerlegen. Ich kann nicht erkennen, dass es üblich ist, dass man andere Autoren um Erlaubnis fragen muss, wenn man sie zitiert.
Wenn Sie beklagen, dass ich aus Ihrem Buch mindestens 100mal zitiert habe
( diese Zahl dürfte doch wohl reichlich übertrieben sein ), so wurden die Zitate sicherlich nicht gebraucht, um Wissen aus Ihrem Buch zu übernehmen und damit viele Seiten meines Buches zu füllen, sondern sie waren notwendig, um  Ihre dargestellten Sachverhalte zu widerlegen.

Wenn ich in meinem Buch auf Seite 235/Band 2 Textband geschrieben hätte:
„Auf der Suche nach dem ersten erotischen Motiv an einer Comtoise Uhr und dem Ehrgeiz, als erster Autor ein derartiges Motiv veröffentlichen zu können,
hat Siegfried Bergmann dann ein harmloses Kinderspiel zum ‚erotischen Motiv’ hochinterpretiert“
Wenn ich also das Wort ‚Ehrgeiz’ anstelle des Wortes ‚Begierde’ benutzt hätte,
hätten Sie sich dann auch beleidigt gefühlt?
Ich jedenfalls habe das Wort ‚Begierde’ im Sinne von Ehrgeiz benutzt. Ich persönlich würde mich nicht dadurch beleidigt fühlen, dass mich jemand als ehrgeizig bezeichnet.
Auch meine guten Freunde, auf die Sie anspielen, haben hier anscheinend meinen Satz so verstanden, wie ich ihn gemeint hatte.
Wenn Sie allerdings dem Wort ‚Begierde’ eine andere Bedeutung beimessen und sich dadurch beleidigt fühlen, so möchte ich mich dafür bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Es hat mir fern gelegen, Sie persönlich beleidigen zu wollen.

Meine Bücher stellen meinen Wissensstand zum Ende des Jahres 2008 dar.
Ich denke, dass ich ein Grundlagenwerk veröffentlicht habe. Ob aus diesem Grundlagenwerk einmal ein Standardwerk werden wird, kann ich nicht beurteilen, vielleicht erlebe ich das gar nicht mehr. Darüber werden die nächsten Jahrzehnte entscheiden, ob man meine Bücher dann immer noch als Referenz und Grundlage ansehen wird.

Bezeichnend für Ihren ganzen Brief ist leider, dass dieser nur aus Beschimpfungen und Beleidigungen meiner Person besteht.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich zu Ihren Äußerungen, meinen Charakter betreffend, nicht äußern werde.
Es wird Ihnen aber nicht gelingen, durch Ihre Beleidigungen vom eigentlichen Thema, nämlich den Comtoise Uhren und Ihrer Geschichte, abzulenken.

Mir geht es ausschließlich um das Fachthema ‚Comtoise-Uhren’ und zwar auf einer Basis, die möglichst breit auf Quellen beruht.

Wenn Sie im letzten Abschnitt Ihre fundierte Meinung zu meinen Büchern hinsichtlich Bildqualität, Buchdesign, Textgestaltung, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, Lesefreundlichkeit/Leseunfreundlichkeit, Niveau der Sprache. wenn nicht zitiert wurde. etc., ansprechen, so antworte ich Ihnen darauf mit einer unumstößlichen Wahrheit, die seit Erfindung der Druckkunst gilt:

Es war schon immer so, dass Wahrheit nur Druckerschwärze und Papier benötigt.

Hochachtungsvoll
Bernd Deckert



2) Kommentare von Lesern beider offener Brief.

14.März 2009.
Sehr geehrter Herr Deckert,

falls ich Ihnen einen Rat geben darf - vergessen Sie die unsachlichen Vorstöße gegen Sie.
Halten Sie es doch mit Einstein, der auf die Frage nach der Unendlichkeit meinte, dass er sie beim Weltall und bei der menschlichen Dummheit vorfinde. Nach einer Zeit soll er geäußert haben, dass er doch zuweilen Zweifel habe, ob das Weltall unendlich sei. Bei der Dummheit habe er keinen Zweifel.

Dummheit und Frechheit haben tatsächlich auch in schwierigen Zeiten Wachstumspotential.

Nur weiter so - ich finde toll, was Sie machen.

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen

M.H.H. ( Deutschland )

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16.März 2009
Sehr geehrter Herr Deckert,
 
Es war schon immer so, wenn man einen Stein in ein Rudel Hunde wirft, bellt der Getroffene. So ist es nicht verwunderlich, dass solche Reaktionen kommen. Fachleute reagieren mit fundierten Gegenargumenten und Wissen über die Materie. Laien, Betrüger und andere Möchtegernwisser reagieren mit primitiven Verhöhnungen und qualifizieren sich damit selbst. Fachleute können den Unterschied schon erkennen.

R.B. ( Schweiz )

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3)    Offene Stellungsnahme eines Fachmanns vom 26.8.2009

                 OFFENE STELLUNGNAHME

Horst Heydt                                                      66125  Saarbrücken

   
Herrn
Bernd Deckert
Suitbertusstr. 151

40223   Düsseldorf                                                   26. August 2009

Publikation  Geschichte der Comtoise Uhren


Sehr geehrter Herr Deckert,

mit Erschrecken und bösem Erstaunen habe ich Kenntnis davon genommen, welche Wege und Formulierungen gesucht werden, um in ausgesprochen dumm anmutender Art und Weise sich selbst ins Licht zu setzen, bzw.  Ihre  Publikation herabzusetzen, die an Qualität in mehrfacher Hinsicht überhaupt keine Wünsche offen lässt, aber sowohl den Fachmann, wie auch den interessierten Laien höchste Anerkennung und großes Lob aussprechen lässt. Gratulation zu diesem tollen Werk, das mit Fug und Recht sich als neues Standardwerk durchsetzen wird.

Glückwunsch, denn es ist Ihnen gelungen aufgrund gründlicher Recherche und fundierter Sachkenntnis mehrere Wissenslücken zu schließen und das ein oder andere bisherige Fehlurteil in guter, begründeter Manier als solches zu kennzeichnen. Es ehrt Sie, dass Sie nicht einfach eine Behauptung aufstellen, sondern ein begründetes Urteil fällen, das in akribischer Arbeit erkannte Ergebnisse aufführt und Ihre Schlüsse nachvollziehen lässt.

Es ist dann schon peinlich zu lesen, dass ein anderer Autor sich persönlich betroffen und sogar verunglimpft sieht, wenn Sie genau das tun,  was bei wissenschaftlicher Arbeit nicht nur üblich ist, sondern sich auch gehört, dass Sie ordentlich zitieren und mit Verweis auf die Quelle, dann auch andere, erst recht abweichende  Ergebnisse zu bewerten wissen.  Mit Verlaub, nichts anderes ist üblich und richtig.  Ihre unzweifelhafte große Fach- und Sachkompetenz wird Ihnen ja auch von Ihren jetzigen Kritikern zugestanden.

Da bleibt denn, um den Vorgang zu verstehen, eine psychologische oder auch eine kaufmännische Beurteilung übrig.  Landläufig würde wohl der ein oder andere von einem Neidkomplex sprechen oder aber von Enttäuschung, weil eigene Arbeit durch Ihre bessere Publikation scheinbar entwertet wird.

Da hilft auch keine Behauptung, dass zunächst das sicher viele Jahre – in Ermangelung einer anderen korrigierenden Publikation – scheinbare Standardwerk von Gustav Schmidt, in unangemessener Weise in Frage gestellt würde, und warum Sie denn nicht davor zurück schreckten, die Leistung schon Verstorbener unangefochten im Raum stehen zu lassen.

Das ist nun absolut überhaupt nicht zu verstehen, wie auch die scheinbare „Majestätsbeleidigung“, dass Sie Herrn Bergmann nicht „anstandshalber gefragt“ haben, ob Sie ihn denn zitieren dürfen oder nicht.  Genau an diesem Punkt kommt man auf den eigentlichen Grund.

Wer sich mit einer Publikation in die Öffentlichkeit begibt, sollte die Regeln kennen, zu denen er das tut. Wenn jemand weit unterhalb der Ziellinie bleibt, muss er damit rechnen, dass ihm dies auch testiert wird. Nichts anderes tun Sie, keineswegs „rüpelhaft“ wie Ihnen unterstellt wird, sondern durchaus in allem höflich, begründet, reflektiert und mit großer Achtung gegenüber anderen.

Wenn ich Ihnen das so schreibe, dann hat das seinen guten Grund.  Habe ich unlängst auch auf einer anderen Website Hinweise zu dem „Offenen Brief“ von Herrn Bergmann gefunden, und legt sich so doch der Verdacht nahe, dass Verunglimpfung der einzige Weg zu sein scheint, um Ihnen „an den Karren fahren zu wollen“.

Das wird Ihnen sicher noch häufiger passieren, vor allem wenn jemand versucht, eine Mariage oder gar eine Replikuhr, als „echte“ und „alte“ Uhr an den Käufer zu bringen.
Dass Sie dies so oft schon kennzeichneten und manchem den Gang zum Gutachter, bzw. auch dem Verkäufer den Gang zum Gericht ersparten, ehrt Sie und sollte wirklich  für einen ehrlichen Verkäufer kein Grund sein, Ihnen mit Neid zu begegnen.
 
Die Wahrheit ist für manch einen sehr schwer zu ertragen und wer sich mit Ihrer Publikation befasst hat, der wird schneller erkennen, worauf es denn bei den Uhren ankommt.

Dennoch, jede Attacke, auch wenn Sie letztlich unbegründet und falsch ist, setzt einem, evtl. auch Ihnen, zu.  So etwas schmerzt, auch wenn man absolut im Recht ist und auch dann, wenn man die Absicht und den wahren Antrieb in diesem so transparenten, peinlichen Spiel schnell erkennt.

Da hat es mich gefreut, dass ich auf Ihrer Web-Site schon eine wohltuende Beurteilung gefunden habe, die bei Einsteins Aussage zur Anerkenntnis der Unendlichkeit bei Weltall und Dummheit ansetzt. Mit der Unendlichkeit die sich mit Forschheit und Anzüglichkeit paart, müssen Sie rechnen.
Halten Sie es aus – auch wenn es schwer ist. Es ist zuweilen hilfreich zu fragen, wer etwas sagt und die Frage zu stellen, warum er es sagt.

Lassen Sie sich damit trösten – im Leben gleicht sich alles aus. Die Mühlen der Gerechtigkeit mögen langsam mahlen, aber mit großer Genauigkeit und dann wird zumindest bei denen, die auch in späteren Jahren sich Ihre verdienstvolle Arbeit ansehen, die Gewissheit bleiben, dass Sie ein exzellenter Fachmann sind, dem es gelungen ist, in mühevollster Kleinarbeit, mit höchstem Sachverstand, schöner verständlicher Sprache und trefflichen, qualitativ höchst wertvollen Abbildungen sich um die Comtoise Uhr, ihre Geschichte und Bedeutung Verdient gemacht zu haben.  An diesen Ergebnissen kommt keiner mehr vorbei – anderes hingegen, wenn auch „gut gemeint“, dürfte bald dem Vergessen anheim fallen.

Also denn, gehen Sie gelassen mit Attacken um und nehmen Sie es positiv – wer mit dem Finger auf einen anderen weist, - erst recht in diesem Fall, - der möge sich bewusst machen, dass dabei drei Finger auf den Kritiker zurück weisen.

Mit besten Wünschen, Ihr

Horst Heydt


4)    Irrtümer eines Düsseldorfer Autors?

„Mit Sicherheit wird S. Bergmann auch die Gelegenheit nutzen, auf einige der vielen Irrtümer und Fehlinterpretationen aus dem kürzlich erschienenen „Werk“ eines Düsseldorfer Autors eingehen.“ Quelle: Ebay Artikel Nr. 190289847667, Ende am 08.03.09
Mit diesen Worten hatte Herr Eichler in seiner Internet-Werbung für den Vortrag von Herrn Bergmann am 14. März 2009 in 71134 Aidlingen geworben.
Die unten zitierten Passagen sind das Ergebnis dieser Ankündigung, die Sie im Bericht über den Vortrag auf der Internetseite von Herrn Eichler aktuell lesen können.  
                                                                              
 Meine Meinung finden sie in kursiver Schrift direkt an die Zitate anschließend.


„Wie keine andere Uhr spiegelt die Comtoise-Uhr über einen Zeitraum von ca. 230 Jahren und 16 politischen Epochen die gesellschaftspolitische Entwicklung Frankreichs anhand von Allegorien, Symbolen und Portraits wider. Die Deutung der Symbole ist dabei nicht immer leicht und so räumte Bergmann mit vielen derzeit verbreiteten Fehlinterpretationen auf:
Überzeugend stellte er klar, daß es sich bei den „drei Herzen“ im Medaillon nicht um die Darstellung des dritten Standes (le tiers état) handelt, sondern um die drei Stände in der Zeit der konstitutionellen Monarchie vor Proklamation der I. Republik.“

Meine Meinung:
In meinem Buch Band 2 hatte ich auf Seite 202 geschrieben:
„.......
Die Herz - Jesu - Verehrung der katholischen Kirche gebrauchte als ihre Symbole "brennende Herzen", d.h. es waren religiöse Symbole. Diese religiösen Symbole entwickelten sich weiter, denn sie drücken nun in der Anfangsphase der Revolution auch die Liebe zum Staat aus, werden doch die drei Herzen auf den nachstehend abgebildeten und beschriebenen Fayencetellern als politische Symbole benutzt.

Auch hier müssen wir dann wieder zwei Phasen unterscheiden, denn anfangs symbolisieren diese drei Herzen die Vereinigung der drei Stände, während sie dann ein wenig später als Symbole für den dritten Stand benutzt werden.
Speziell in der ersten Phase der Revolution verbanden noch viele Menschen mit der Vereinigung der drei Stände große Hoffnungen, dass man nun "befreit" in der herrschenden Monarchie weiterleben konnte.

Comtoise Uhren mit 3 Herzen im Gusszierteil finden sich verhältnismässig selten und stammen entweder aus dem 1. oder 2. Zeitabschnitt der Französischen Revolution, keinesfalls aus dem dritten Abschnitt, d.h. aus der Zeit des Directoire.

Abb. Nr. 24 CUM / Band 1 zeigt eine Comtoise Uhr mit drei Herzen, bombiertem Emailzifferblatt und Mayet Signatur. Die Uhr dürfte aus den Jahren 1792 bis 1795 stammen.

Abb. Nr. 20 CUM zeigt eine Comtoise Uhr mit drei Herzen, tellerartigem Zifferblatt, aber mit republikanischem Kalender. Da der Kalender erst gegen Ende 1793 eingeführt wurde, kann diese Uhr nur aus den Jahren 1794 oder 1795 stammen.“

Bergmann behauptet nun, dass die Herzen nur gültig sind für die Zeit vor der 1. Republik. Woher diese Erkenntnis stammt, wird nicht deutlich, denn eine Quelle wird nicht angegeben.
Meine Erkenntnisse beruhen auf den Darstellungen der Sachverhalte, die ich in französischen Museen, wie dem  ‚Museum der Französischen Revolution’ in Vizille und dem Museum ‚Dechelette’ in Roanne vorgefunden habe.
 Jedermann kann dorthin fahren und sich selbst überzeugen. Auch den Herren Bergmann und Eichler sei ein Besuch dieser Museen angeraten.
Die Ikonographie der Fayenceteller aus der Französischen Revolution ist eindeutig.
Wenn es so wäre, wie Herr Bergmann behauptet, wie sind dann Uhren zu erklären, die ganz eindeutig aus der Zeit der 1. Republik stammen, da sie nämlich einen republikanischen Kalender aufweisen, der bekanntlich erst in der 1. Republik eingeführt wurde. vgl. Band 1 Bildband Nr. 20 CUM.
Wie sollen auf dieser Uhr mit den drei Herzen die drei Stände symbolisiert werden, wenn es gar kein Ständesystem mehr gab?
Diese drei Herzen symbolisieren eben den ‚dritten Stand’, das Volk, das nun die Herrschaft ausübte.“


„Auch haben Symbole, wie zum Beispiel die „Weizengarbe“, in der Epoche der Restauration nichts mit dem dritten Stand zu tun, da das Ständesystem bereits vor Jahrzehnten während der Französischen Revolution abgeschafft wurde.“

In meinem Buch Band 2 hatte ich auf Seite 205 greschrieben:
„Gussbekrönung mit Sonnenkopf vor
12 Strahlenbüscheln über einem Ährenbüschel ( Ährengarbe ).
Auf zeitgenössischen Tellern, vgl. Abbildungen Seite 205, wird der dritte Stand nicht nur durch 3 Herzen, sondern auch durch ein Ährenbüschel symbolisiert.
Dieses Symbol des Ährenbüschels kommt nur in Verbindung mit dem Sonnenkopf nur und es ist außerdem extrem selten. Entstanden sind diese Gussteile zu Beginn der neunziger Jahre des 18. Jahrhunderts und sie wurden sicherlich nur während der ersten Phase der Französischen Revolution verwendet.“

Allerdings hat  Herr Bergmann absolut Recht, wenn er meint, dass die Weizengarbe in der Epoche der Restauration nichts mit dem dritten Stand zu tun.
Ich habe allerdings niemals behauptet, dass die Weizengarbe in der Restaurationszeit auf Comtoise Uhren vorkommt. Herr Bergmann hat die Weizengarbe, die er allerdings als Blumenvase deutete, leider selbst in die Zeit der Restauration datiert, vgl. Seite 410, Abb. 384.
Die Ikonographie der Fayenceteller aus der Französischen Revolution ist eindeutig.“


„Auch war der Sonnenkopf im Messinggußaufsatz über mehr als 100 Jahre immer ein neutrales Symbol, sonst hätte er die verschiedenen politisch konträren Epochen nicht überlebt.“

Meine Meinung: „ Es kommen mehrere verschiedene Typen von Sonnenköpfen in Comtoise-Gussteilen vor.  
1)   12 strahliger Sonnenkopf.
2)     8 strahliger Sonnenkopf
3)     geschlossene Strahlenrosette
Diese drei Typen der Sonnenköpfe können von ca. 1750 bis 1830 vorkommen,  wohingegen
4)  der spitzstrahlige Sonnenkopf mit Bandschleife erst ab 1802 in
Verbindung mit dem fünfzackigen Stern vorkommt und eindeutig der napoleonischen Ikonographie zuzuordnen ist.“



„Vor allen Dingen sei es ein Märchen, auch wenn es sich schön anhört, daß der fünfzackige Stern im Medaillon von Messinggußaufsätzen im I. Empire auf das Wappen der Bonaparte-Familie und auf den Orden der Ehrenlegion zurückgeht. Wenn man sich diese Symbole nur etwas genauer ansieht, ist für jedermann leicht festzustellen, daß der Stern an den Comtoise-Uhren auf einer Spitze steht, wie der Drudenfuß, die Sterne im Bonaparte-Wappen und der Stern des Ordens dagegen auf zwei Spitzen ruhen und letzterer sogar noch Spitzen mit zwei Zacken aufweist. Comtoise-Uhrmacher waren bekanntermaßen zu genau, als daß ihnen bei der Symbolik solche gravierenden Fehler unterlaufen wären. Desweitern taucht der Stern, diesmal auf zwei Spitzen stehend, bereits um 1770 an Comtoise-Uhren auf, als der „Stern“ der Bonapartes noch lange nicht aufgegangen war (vgl. Bergmann, Seite 176) und er ist auch noch in der Restauration direkt unter den drei bourbonischen Lilien des Könighauses zu sehen (vgl. Bergmann, Seite 284). Wenn es sich dabei um den Stern Napoleons handeln würde, wäre es eine politische Unkorrektheit, die ebenfalls den Comtoise-Uhrmachern nicht passiert wäre.“



Meine Meinung:
Wenn sich jemand die Mühe macht festzustellen, ob der Stern an den Comtoise-Uhren auf einer Spitze steht, wie Bergmann behauptet, so wird er an den Abbildungen der einschlägigen Literatur feststellen, dass der fünfzackige Stern in mehreren Ausführungen vorkommt.
Vgl.  Bollen, Seite 45.

Vgl. Schmitt, Seite 83, Abb.44 /  Seite 84, Abb.45 / Seite 90, Abb.50 /
Seite96, Abb.53

Vgl. Maitzner/Moreau, Seite 26,Photo 56 / Seite 27, Photo 57 /

Vgl. Bergmann, Seite 59, Abb.35 / Seite 60, Abb.37 / Seite 108, Abb.77 / Seite 276, Abb.293 / Seite 284/ Abb.300

Vgl. Deckert, Band 1, Nr.31CUM /  Nr.32 CUM, Nr. 94 CUM, Nr.194 CUM,
Sie werden feststellen, dass es zahlreiche Positionen der fünfzackigen Sterne gibt, genau auf einer Spitze stehend, auf einer Spitze links oder rechts schräg stehend, auf zwei Spitzen stehend.
Alle o.a. Uhren sind eindeutig auch anhand anderer Kriterien in das frühe 19. Jahrhundert zu datieren.
In meinem Buch Band 2 Seite 208 hatte ich geschrieben:
„Warum ein fünfzackiger Stern, kein drei- oder sechs- oder siebenzackiger Stern? Warum die Zahl fünf?
Es gibt sicherlich zahlreiche Erklärungen, wofür ein fünfzackiger Stern, ein Fünfeck, ein Pentagramm stehen könnte, die aber in unserem speziellen Fall, der sich Napoleon nennt, nicht weiterhelfen.
Hat Napoleon mit Adler und Strahlenaureole bereits existierende Symbole des Kaisertums übernommen, so wurde mit dem fünfzackigen Stern ein eigenes  Herrschaftssymbol geschaffen.
Die Erklärung der Zahl fünf ist so einfach und naheliegend, dass sie in der Vielzahl möglicher  Interpretationen übersehen werden könnte.
Im Familienwappen der Buonapartes sind zwei fünfzackige Sterne vorhanden, die somit für den Herrschaftsanspruch dieser Familie bzw. Napoleons stehen. Waren es früher 3 bourbonische Lilien gewesen, die in den Medaillons unter dem Hahn präsent waren, so wurde nun der fünfzackige Stern aus dem Wappen der Buonaparte unter dem Adler oder dem Sonnenkopf als Zeichen des herrschenden Geschlechts präsent.
Die Abbildungen auf Seite 210 zeigen Ihnen den Orden der Ehrenlegion sowie das Wappen der Familie Buonaparte.“

Das Pentagramm, die Zahl 5, kommt in zahlreichen Kulturen vor, wobei jedoch die Symbolik unterschiedlich ist. Die Symbolik eines fünfzackigen Sterns im Empire ist sicherlich eine andere als 20, 50 oder 500 Jahre früher.
Ich möchte auch hier zur Nachvollziehung der Deutung des fünfzackigen Sterns den Besuch des Museums des ‚Ordens der Ehrenlegion’ in Paris empfehlen.

Eine einzige Uhr, bei welcher 2 Sterne und ein Sonnenkopf  über abgefeilten bourbonischen Lilien thronen und die aufgrund der Lilien, Zifferblatttyp, Zeiger usw. in die Zeit Louis XVI. datiert werden muss, dient Herrn Bergmann als Beweis, dass  es den fünfzackigen Stern bereits um 1770 an Comtoise Uhren gab.

Ich würde diese Uhr wesentlich später datieren, nämlich in das Jahrzehnt 1780 – 1790, evtl. sogar bis 1792.
Dass diese fünfzackigen Sterne keine napoleonischen Sterne sein können, ist wohl klar. Die Frage ist nur, welche andere Symbolik diese fünfzackigen Sterne unter Louis XVI. haben könnten?

Selbstverständlich ist der fünfzackige Stern auch in der Zeit der Restauration unter Louis XVIII. und Charles X.  unter den bourbonischen Lilien noch zu sehen, denn der Orden der Ehrenlegion blieb durch alle Königreiche ( Louis XVIII. und Charles X. ), durch alle Kaiserreiche ( Napoleon I. und Napoleon III. ) sowie durch alle Republiken seit seiner Gründung im Jahr 1802 immer höchster französischer Staatsorden.

Grundsätzlich ist nichts gegen sachliche Kritik einzuwenden, aber sie sollte mit nachprüfbaren Quellen belegt sein, die meine Quellen widerlegen.
Es ist sehr einfach, Behauptungen aufzustellen.



5)    Kritische Stellungnahme zum Deckert Buch, S.Bergmann am 01.08.2009

Herr Bergmann sagt, Herr Eichler schreibt:
? ...der fünfzackige Stern ist angeblich ein Symbol Napoleon I.

Nicht nur, daß der fünfzackige Stern bereits vor der Zeit Napoleons um 1770 an Comtoise-Uhren erscheint, in der Epoche der Restauration unter dem Wappen der Bourbonen im Medaillon und dann auch noch unter dem Portrait von Léon Gambetta, dem Radikalrepublikaner, zu finden ist – beides wäre politisch mehr als unkorrekt -, insbesondere auch die abweichende Darstellung des Sterns läßt die falsche Interpretation Deckerts offensichtlich werden. Der fünfzackige Stern an Comtoise-Uhren steht nämlich in den allermeisten Fällen auf einer Spitze, der Stern im Wappen der Bonapartes dagegen auf zwei Spitzen wie auch der Stern im Orden der Ehrenlegion und dieser hat zusätzlich sehr auffällige Doppelzacken. Verwunderlich ist, wie man solch gravierende Unterschiede übersehen kann.

Doch die Auflösung ist ganz einfach! Nach einem Bericht im Jahrbuch „Les Amis du Vieux Saint-Claude“ von 2009 wurden die steinernen Türrahmen an Häusern in der Region Saint-Claude aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert häufig mit Symbolen versehen. Eines der häufigsten Symbole ist der fünfzackige Stern, der auf einer Spitze steht, Licht und Hoffnung bedeutete und als Glückbringer galt. So war es naheliegend, an Comtoise-Uhren, die in dieser Region hergestellt wurden, auch fünfzackige Sterne als Glückbringer zu verwenden. Jeder Bezug zu Napoleon mag zwar gut klingen, doch bleibt es leider nur ein schönes Märchen.


Meine Meinung:


Vor und nach der napoleonischen Zeit erscheinen unter dem Hahn oder Sonnenkopf eindeutig politische Symbole, wie die drei bourbonischen Lilien, wie die Jacobinermütze, wie die drei Herzen, wie das Wort ‚LIBERTÉ, wie der Adler, usw. und ausgerechnet während der napoleonischen Herrschaft soll der fünfzackige Stern vollkommen unpolitisch sein, weil   - Doch die Auflösung ist ganz einfach! -  sich als Glücksbringer auf den Türrahmen an Häusern in der Region Saint-Claude häufig fünfzackige Stern finden. Allerdings kommen auch bei diesen Sternen auf den Türrahmen unterschiedliche Versionen vor, auf einer oder zwei Spitzen stehend. Bergmann selbst zeigt 2 Bilder mit diesen Versionen.

Napoleon I. jedenfalls war derjenige Herrscher, der systematisch mit großem Nachdruck die Symbole seiner Herrschaft verbreitete.
Im Wappen der Familie Bonaparte befinden sich zwei fünfzackige Sterne,
vgl. Band 2 Seite 210, die Napoleon, genauso wie es die Bourbonen mit ihren drei Lilien gemacht hatten, als Herrschaftssymbol gebrauchte. Die napoleonische Symbolik war eingebettet in den Stil des EMPIRE, der sich aus Symbolen und Stilelementen des römischen Reiches, insbesondere der Caesaren, sowie der Merowinger herleitete.
Die wichtigsten Symbole der napoleonischen Herrschaft waren Adler, fünfzackiger Stern und Bienen.
Wenn man sich den Orden der Ehrenlegion anschaut, dann findet man genau diese Symbole wieder. Der Orden ist in meinem Buch, Band 2, auf Seite 207 abgebildet. Man erkennt unschwer eine dreireihige Ordenskette, wobei die innere und äußere Reihe aus kleinen runden Gliedern mit fünfzackigen Sternen und länglichen Gliedern mit Bienen bestehen, wohingegen die innere Reihe  abwechselnd aus Adlern, welche den Orden der Ehrenlegion auf der Brust tragen und aus Lorbeerkränzen bestehen, die wiederum auch fünfzackige Sterne tragen.
Im Bergmann Buch finden Sie auf Seite 59 mit Abb. 35 ein wunderschönes Beispiel einer Comtoise aus der napoleonischen Zeit mit fünfzackigem Stern, Lorbeerkranz, Standarten sowie Apollonkopf mit Bandschleife,
Napoleonischer geht’s nimmer!
In meinem Band 1 finden Sie auf Seite 31 mit Abb. Nr. 31 CUM ein weiteres wunderschönes Beispiel einer Comtoise aus der napoleonischen Zeit mit fünfzackigem Stern sowie gekröntem Adler.
Napoleonischer geht’s nimmer!
Herr Bergmann datiert in seinem Buch den fünfzackigen Stern allerdings stets in die Zeit des Directoire ( 1795 – 1799 ). Diese  Datierung des gekrönten Adlers ins Directoire dürfte im jedoch schwer fallen.
 
Fünfzackige Sterne wurden und werden als Symbole mit unterschiedlichem Symbolgehalt gebraucht.  Jeder von uns kennt solche Beispiele.

Herr Bergmann sagt, Herr Eichler schreibt:
? ...der Sonnenkopf - ein Symbol für die Bourbonen und für Napoleon sonne1

Der Sonnen- oder Phöbuskopf zierte Comtoise-Uhren von etwa 1725 bis 1830 als Symbol für den Tag und steht so offensichtlich im Zusammenhang mit Zeit und Uhren. Man muß nicht einige Semester Geschichte studiert haben, um zu erkennen, daß der Sonnenkopf nur als politisch neutrales Symbol in dieser Zeit sechs sehr konträre Regime überleben konnte. Vor allem auch ist historisch unhaltbar, daß Napoleon I. den Sonnenkopf für sich reklamiert haben soll, obwohl der Sonnenkopf angeblich den absoluten Herrschaftsanspruch der Bourbonen darstellte. Dafür wäre dem Sonnenkopf an Comtoise-Uhren als Symbol für das verhaßte Ancien Régime schon während der Französischen Revolution der Kopf abgeschlagen worden und er hätte ein ähnliches Schicksal erlitten wie die bourbonischen Lilien, die man abfeilte, weil sie das bourbonische Königshaus verkörperten. So befahlen zum Beispiel die Revolutionäre, alles aus den Häusern zu werfen und zu vernichten, was an die alte Zeit erinnerte. Den Menschen sollten nämlich an den neuen Symbolen tagtäglich die Errungenschaften der Revolution vor Augen geführt werden.

Fest steht, daß jede politische Epoche immer auch ihre eigenen Symbole besaß und daß die jeweils neuen Herrscher die Symbole vorangegangener konträrer Regime stets vernichteten. Wie man aus jüngster Zeit sieht, setzte sich diese „Bilderstürmerei“ bis auf den heutigen Tag fort. Damit wollen Regime verhindern, daß von Symbolen des politischen Gegners, mit denen sich deren Anhänger identifizieren und von denen eine starke Integrationskraft ausgeht, eine Gegenbewegung entsteht. Mit der Vernichtung von Symbolen oder auch von Kulturgütern will man im Volk jede Erinnerung an die Vergangenheit auslöschen. Der Sonnenkopf zierte deshalb ausschließlich als politisch neutrales Symbol und nicht als Wendehals über 100 Jahre viele Comtoise-Uhren.



Meine Meinung.
In meinen Ausführungen in Band 2, siehe Kapitel 9. Seite 175ff. habe ich auf die drei an Comtoise Uhren vorkommenden unterschiedlichen Ausführungen des Sonnenkopfes hingewiesen, und nur eine dieser drei Ausführungen, nämlich die spitzstrahlige Ausführung mit Sonnenkopf und Bandschleife, ist Napoleon zu zuordnen. Der Sonnenkopf mit acht oder 12 Strahlenbüschel hat nichts mit Napoleon zu tun. Dies habe ich auch nie behauptet.
Es ist sicherlich hilfreich, einige Semester Geschichte studiert zu haben.
Das erste, das man nämlich lernt, ist sauberes Zitieren und richtiges Wiedergeben von Zusammenhängen.


Herr Bergmann sagt, Herr Eichler schreibt:
? ...der Hahn als Verkörperung des 3. Standes

Der Hahn verkörperte bis zur Französischen Revolution den neutralen „Künder des neuen Tages“ und war damit auch ein Bezug zur Zeit und zu Uhren. Während der Französischen Revolution wird der Hahn (Gallus für Hahn und für Gallier) zum antiköniglichen Kampfzeichen und zur Verkörperung des französischen Nationalbewußtseins. Napoleon Bonaparte ersetzt in seinem Kaiserreich den Gallischen Hahn durch den Adler. Für die Bourbonen in der Epoche der Restauration ist der Hahn wegen der zuvor erlangten revolutionären Symbolik nicht mehr tragbar. Doch durch die Juli-Revolution des Jahres 1830 erlangte der Hahn seine republikanische Bedeutung zurück und ersetzte die drei Lilien, das Wappen des Königshauses. In der II. Republik von 1848 wird der Hahn in das Staatssiegel Frankreichs aufgenommen. Wieso nach Deckert der Hahn im Messinggußaufsatz mit den ihn belauernden zwei Füchsen den 3. Stand, die freien Bürger und Bauern, symbolisieren soll, bleibt ein Rätsel. Viel logischer ist, daß Adel und Klerus, als hinterlistige Füchse dargestellt, den Hahn, das Symbol Frankreichs, in der Zeit der konstitutionellen Monarchie (1791/1792) belauern.

Meine Meinung.
Der Entwicklungsprozess des ‚gallischen Hahns’ vom ‚Künder des Tages’, vom religiösen Symbol des Mittelalters, als Zeichen der Hoffnung und des Glaubens, über ein Wahrzeichen für das französische Volk ( Heinrich IV. ) bis zum Begriff der französischen Nation und schließlich einer symbolhaften Darstellung der nationalen Identität lief über mehrere Jahrhunderte.
Schon während der Herrschaft der Valois und der Bourbonen werden Bildnísse der französischen Könige häufig durch die Abbildung eines Hahns ergänzt, eben als Zeichen der Herrschaft über das französische Volk. Der letzte Schritt zum Gebrauch des Hahns als Darstellung der nationalen Identität der Franzosen erfolgte dann während der Französischen Revolution.
In der revolutionären Ikonographie wird der Hahn auch als Symbol für den dritten Stand benutzt, denn anders sind die entsprechenden Darstellungen auf entsprechender zeitgenössischer Keramik nicht zu verstehen. ( vgl. hierzu Band 2, Seite 180 )
Auf einem Teller sehen wir einen wachsamen Hahn auf einer Kanone, unterschrieben mit: je veille pour la nation ( ich wache für die Nation ).
Auf einem anderen Teller hält ein Hahn eine Pike mit einer Jacobinermütze in den Krallen. Es war der dritte Stand, der zu diesem Zeitpunkt in Frankreich die Macht besaß, Adel und Geistlichkeit jedenfalls waren ihre Güter und Privilegien entzogen worden.

Auf einem dritten Teller werden die drei Stände dargestellt, der Degen symbolisiert den Adel, der Krummstab symbolisiert die Geistlichkei und der Spaten symbolisiert den dritten Stand. Auf dem Spaten steht zusätzlich noch ein Hahn, das Symbol des dritten  Standes verstärkend.
Unterschrieben mit dem Schlachtruf der Revolutionäre: ‚a ca ira..
‚Ca ira’  ( wir werden es schaffen ) sang das Volk, der dritte Stand,  während der Revolution. Es ist kaum anzunehmen, dass Adel und Geistlichkeit dieses Lied sangen, da in diesem Lied dazu aufgerufen wird, eben den Adel  aufzuknüfen.



Herr Bergmann sagt, Herr Eichler schreibt:
? ...drei Herzen – ein Symbol für den 3. Stand

Ebenfalls historisch nicht haltbar ist die Deutung der „drei Herzen“ im Medaillon als Symbol für den 3. Stand. Dieses Motiv entstand zu Beginn der Französischen Revolution nach der „Opfernacht“ vom 4. August 1789. Adel und Klerus hatten sich zu „Gleichheit und Freiheit, Entlastung des Volkes und einer allgemeinen Grundsteuer verpflichtet“. Man hoffte ganz im Sinne des populären Heinrich IV. auf „Frieden und Eintracht zwischen den Ständen“. So symbolisieren die drei Herzen die drei Stände und deren Zusammenhalt sowie ihre Liebe und Treue zum Vaterland. Bewußt ersetzen die drei Herzen auch die drei Lilien der Bourbonen. In den ersten Monaten der Französischen Revolution dachte man noch nicht an eine Republik, die drei Stände sollten als staatstragende Säulen Frankreich in eine gute Zukunft führen.

Meine Meinung.
Die Deutung der ‚drei Herzen’ im Medaillon als Symbol für den 3. Stand ist sehr wohl haltbar, denn auch die Symbolik der ‚drei Herzen’ durchläuft einen Entwicklungsprozess.
In meinem Buch Band 2 hatte ich auf Seite 202 geschrieben:
„Die Herz - Jesu - Verehrung der katholischen Kirche gebrauchte als ihre Symbole "brennende Herzen", d.h. es waren religiöse Symbole. Diese religiösen Symbole entwickelten sich weiter, denn sie drücken nun in der Anfangsphase der Revolution auch die Liebe zum Staat aus, werden doch die drei Herzen auf den nachstehend abgebildeten und beschriebenen Fayencetellern als politische Symbole benutzt.

Auch hier müssen wir dann wieder zwei Phasen unterscheiden, denn anfangs symbolisieren diese drei Herzen die Vereinigung der drei Stände, während sie dann ein wenig später als Symbole für den dritten Stand benutzt werden.
Speziell in der ersten Phase der Revolution verbanden noch viele Menschen mit der Vereinigung der drei Stände große Hoffnungen, dass man nun "befreit" in der herrschenden Monarchie weiterleben konnte.

Comtoise Uhren mit 3 Herzen im Gusszierteil finden sich verhältnismässig selten und stammen entweder aus dem 1. oder 2. Zeitabschnitt der Französischen Revolution, keinesfalls aus dem dritten Abschnitt, d.h. aus der Zeit des Directoire.“
Auf den Seiten 204 und 205 können Sie einige Teller mit revolutionärer Ikonographie, darunter auch Teller mit drei Herzen sehen. Es ist ganz eindeutig, dass die drei Herzen sowohl für die Vereinigung der drei Stände als auch für den 3. Stand selbst benutzt werden.


Her Bergmann sagt, Herr Eichler schreibt:
? ...die Weizengarbe – ein Symbol für den 3. Stand

Historischer Unsinn ist auch die Interpretation der Weizengarbe unter dem Sonnenkopf einer Comtoise-Uhr aus der Zeit der Restauration als Symbol für den 3. Stand. Um Symbole richtig zu deuten, muß ihr geschichtlicher Hintergrund und ihr zeitliches Auftauchen betrachtet werden. Bereits am 19. Juni 1790 waren in einer heftigen Parlamentsdebatte der Erbadel, alle Adelstitel und auch adelige Wappen abgeschafft worden. Auch der Klerus wurde entmachtet und seine Güter waren eingezogen worden. Es gab demnach kein Ständesystem mehr. Die Gleichheit aller im Lande war eine wesentliche Errungenschaft der Französischen Revolution. Napoleon Bonaparte hatte im Jahr 1804 der neuen Gesellschaftsordnung im Code Civil ihre bis heute noch verbindliche Rechtsgrundlage gegeben und damit auch den Prinzipien der Freiheit und Gleichheit zum Durchbruch verholfen.

Warum sollte 30 Jahre danach an einer Comtoise-Uhr der nicht mehr existierende 3. Stand verherrlicht werden? Weizengarben sind wie Sensen, Sicheln, Rechen oder Pflüge bäuerliche Symbole. Sie sind einzuordnen wie die allseits bekannten Handwerkerzeichen. Da Comtoise-Uhren für die Landbevölkerung bestimmt waren, ist das Auftauchen dieser bäuerlichen Symbole als Verzierung im 19. Jahrhundert nichts Ungewöhnliches. So werden sie auch auf bäuerlichem Geschirr zu finden sein. Jedenfalls verkörperten sie im 19. Jahrhundert nicht den 3. Stand. Auch in der Allegorie der II. (24. Februar 1848) und der III. Republik (4. September 1870) tauchen u. a. Weizengarben und Pflüge auf. Sie symbolisieren im geschichtlichen und zeitlichen Zusammenhang natürlich auch nicht den 3. Stand, sondern sind Symbole für die Sicherstellung des wirtschaftlichen Wachstums und den Schutz der Arbeit der Menschen durch die Republik. Eigentlich hätte man erwarten können, daß nach einer hochgelobten „vierjährigen Forschungsarbeit“ und nach einigen zu diesem Thema vorliegenden Büchern solche handwerklichen Fehler nicht passieren würden.



Meine Meinung.

„Historischer Unsinn ist auch die Interpretation der Weizengarbe unter dem Sonnenkopf einer Comtoise-Uhr aus der Zeit der Restauration als Symbol für den 3. Stand.“ sagt Herr Bergmann.
In meinen Bücher habe ich dies nicht geschrieben, ganz im Gegenteil!
Ich habe in meinem Buch Band 2 auf Seite 205 geschrieben:  „Gussbekrönung mit Sonnenkopf vor 12 Strahlenbüscheln über einem Ährenbüschel ( Ährengarbe ).
Auf zeitgenössischen Tellern, vgl. Abbildungen Seite 205, wird der dritte Stand nicht nur durch 3 Herzen, sondern auch durch ein Ährenbüschel symbolisiert.
Dieses Symbol des Ährenbüschels kommt nur in Verbindung mit dem Sonnenkopf vor, und es ist außerdem extrem selten. Entstanden sind diese Gussteile zu Beginn der neunziger Jahre des 18. Jahrhunderts und sie wurden sicherlich nur während der ersten Phase der Französischen Revolution verwendet.“

Obwohl ich also bereits die Behauptung widerlegt habe, dass die Weizengarbe in die Restaurationszeit datiert wird und dargelegt habe, dass es Bergmann selbst war, der diese Datierung ( vgl. Bergmann  Seite 410, Abb.384 ) vorgenommen hat, wird nun weiterhin behauptet, dass ich diese Datierung vorgenommen habe.

Solang jedenfalls die Leser des Bergmann Buches ( 2005 ) meine Bücher
( 2008 )  nicht gelesen haben, werden diese Leser wohl auch nicht bemerken können, welche gravierenden Abweichungen in den Deutungen der Symbole und auch Datierungen der Uhren zwischen Bergmann und mir bestehen.

Diejenigen Leser, die meine Buecher allerdings schon gelesen haben, werden sich wohl wundern, was ich alles so geschrieben haben soll.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich nun nicht wieder meine Sichtweise, so wie Sie sie in den entsprechenden Kapiteln meinen Büchern nachlesen können, hier wiederhole.
Ich kann Sie, liebe Leser, nur bitten, sich ein eigenes Urteil zu bilden, indem Sie meine Bücher lesen.
Falls Sie die Gelegenheit haben, dann sollten Sie die Museen in Vizille

( franz. Revolution ), in Roanne ( Dechelette / Revolutionskeramik ) und in Paris ( Orden der Ehrenlegion ) besuchen. Vielleicht werden die Herren Bergmann und Eichler diese Museen eines Tages auch einmal besuchen und dann nicht mehr von ‚historischem Unsinn’ reden.

Die Art Und Weise wie die Herren Bergmann und Eichler die Zuhörer während der Vorträge des Herrn Bergmann und die Besucher und Leser der Internetseite des Herrn Eichler für dumm verkaufen wollen, ist durch nichts zu überbieten.
Es werden Sachen als historischer Unsinn beschrieben, die ich überhaupt nicht geschrieben habe, um sie danach dann angeblich richtig zu stellen.
Bei so viel Dreistigkeit verschlägt es einem die Sprache.


   

 

 

Bernd Deckert - Antike Uhren / Comtoise Uhren Museum - Düsseldorf | deckert@comtoise.de